Jeder Verkaufskanal hat einen eigenen Satz Einstellungen. Du findest sie über Verkaufskanäle → Kanal auswählen → Einstellungen. Links siehst du die Unterseiten, rechts die dazugehörigen Karten.
Hinweis
Die Einstellungen gelten pro Verkaufskanal. Hast du denselben Shop zweimal angebunden oder verkaufst du über mehrere Kanäle, musst du sie je Kanal setzen — es gibt keine kanalübergreifende Vorlage.
Fast alle Schalter speichern sofort, sobald du sie umlegst; einen „Speichern"-Knopf gibt es nur an wenigen Stellen (etwa beim Namen des Verkaufskanals).
Die Unterseiten im Überblick
| Seite | Worum es geht |
|---|---|
| Allgemein | Name des Kanals, Inhaberwechsel und die Gefahrenzone (Verbindung trennen, Kanal löschen) |
| Produkte | Wie Artikel importiert und mit Inventar-Artikeln verknüpft werden |
| Lagerbestände | Welcher Bestand in deinem Kanal ankommt und was bei Fehlbestand passiert |
| Bestellungen | Bestellabruf, Fulfillment-Automatik, Lieferdatum und Auftragsdokumente |
| Paketbeilagen | Flyer, Proben und Geschenke, die automatisch ins Paket wandern |
| Versand | Zuordnung der Versandarten — beschrieben im Bereich Versandarten |
| Erweiterte Regeln | Eigene Wenn-Dann-Regeln, wenn die Schalter nicht ausreichen |
Je nach angebundenem System kommen weitere Einträge dazu — etwa Shopify-Standorte oder eine eigene Retouren-Seite. Diese sind in den Anleitungen zum jeweiligen System beschrieben.
Hinweis
Die hier beschriebenen Einstellungen gibt es grundsätzlich in jedem Verkaufskanal. Einzelne Systeme blenden eine Einstellung aus, wenn sie technisch nicht möglich ist — Shopify zeigt zum Beispiel kein „Teillieferung erzwingen". Was du nicht siehst, gilt für deinen Kanal schlicht nicht.
Wie die Einstellungen zusammenspielen
Die Seiten wirken nicht unabhängig voneinander, sondern nacheinander auf denselben Vorgang. Zwei Ketten lohnt es sich zu kennen.
Vom Artikel zum Bestand
- Produkte bestimmt, welche Listings importiert und mit welchem Inventar-Artikel sie verknüpft werden.
- Ohne diese Verknüpfung gibt es keinen Bestand, den man übertragen könnte — und nichts, was du an deinen Fulfiller freigeben könntest.
- Lagerbestände entscheidet dann, welcher Teil des tatsächlichen Bestands in deinem Kanal ankommt: Lagerzuordnung, anteilige Übertragung und Sicherheitsbestand verkleinern die Zahl, bevor sie dein Shop zu sehen bekommt.
Die Grundlagen dazu stehen in Listing oder Inventar-Artikel? und Listings mit Inventar-Artikeln verknüpfen.
Von der Bestellung zum Paket
- Bestellungen holt den Beleg ab — vorausgesetzt, du hast auf der Kanal-Seite ein Startdatum gesetzt.
- Danach greifen die Bremsen: unbezahlte Bestellungen werden zurückgehalten, ein gewünschtes Lieferdatum kann den Auftrag terminieren.
- Erweiterte Regeln dürfen an definierten Zeitpunkten eingreifen — Positionen ausschließen, Bestellungen ignorieren, Priorität setzen.
- Erst dann entscheidet Fulfillment immer automatisch anfordern, ob der Auftrag von selbst ans Lager geht.
- Paketbeilagen ergänzt passende Beilagen als zusätzliche Positionen — sie brauchen Bestand und eine Freigabe wie jeder andere Artikel.
- Lagerbestände hat hier das letzte Wort: Reicht der Bestand nicht, entscheidet Auftragsverhalten bei Fehlbestand, ob der Auftrag wartet oder trotzdem ans Lager geht.
- Versand bestimmt, mit welcher Versandart dein Fulfiller das Paket auf die Reise schickt.
Tipp
Wenn eine Bestellung nicht ankommt oder im System hängen bleibt, arbeite diese Kette von oben nach unten ab. In den allermeisten Fällen ist es eine der ersten drei Stufen — kein Startdatum, eine fehlende Artikelverknüpfung oder eine Bestellung, die als unbezahlt zurückgehalten wird.
Wo Einstellungen aufhören und Regeln anfangen
Die Schalter auf den Einstellungsseiten gelten für alle Bestellungen bzw. Artikel eines Kanals. Sobald du eine Ausnahme brauchst — nur für bestimmte Produkte, nur bei einem bestimmten Order-Tag, nur ab einem bestimmten Bestellwert — sind Erweiterte Regeln das richtige Werkzeug.
Eine allgemeingültige Rangfolge zwischen Schaltern und Regeln gibt es dabei nicht: Was am Ende gewinnt, hängt von der einzelnen Aktion ab. Probiere eine neue Regel deshalb an einem Kanal aus, der noch nicht automatisch an dein Lager überträgt.